Nicht nur die Nachsorge deines Tattoos ist essentiell. Hier sind nützliche Hinweise, die du VOR deinem Termin verinnerlichen und berücksichtigen solltest.

Eine Woche vor dem Termin

Falls du regelmäßig Medikamente nimmst, halte spätestens jetzt Rücksprache mit deinem Arzt, ob diese sich negativ auf den Tätowiervorgang auswirken. Das gilt insbesondere für Blutdruckmedikamente und Thrombozytenaggregationshemmer („Blutverdünner“). Es ist problematisch, diese einfach so abzusetzen. Hole dir Rat von deinem Arzt und melde dich bitte bei uns, falls es Probleme gibt. Das gleiche gilt, wenn du Hautkrankheiten hast.

24 Stunden vor dem Termin

Verzichte zu deinem eigenen Wohl auf exzessive Parties oder einen ausschweifenden Bar-Abend mit den Saufkumpanen, der eventuell in den nächsten Stunden stattfindet. Du bist sonst am nächsten Tag (also deinem Tattootermin!) verkatert, dir ist irgendwie übel, dein Schmerzempfinden ist unnötig gesteigert und kurz gesagt: Wir können dich so nicht bei uns gebrauchen… nicht böse gemeint.

Hast du gerade Kopfschmerzen oder tut dir irgendwas anderes weh? Dann hast du jetzt noch die Möglichkeit, eine Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol einzuschmeißen. Danach ist erstmal Schicht im Schacht: Schmerzmittel wirken blutverdünnend und benötigen ungefähr 24 Stunden, um weitestgehend aus dem Blut zu verschwinden. Anderenfalls blutet es unter Umständen während des Tätowierens so stark, dass wir gezwungen sind, den Termin abzubrechen, weil die ganze Farbe wieder „rausblutet“. Uncool.

Lass dich generell NICHT unter Alkohol-/ Drogen-/ Medikamenteneinfluss tätowieren! Nicht bei uns, nicht im Mallorca-Urlaub, gar nicht!

Du hast Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Magen-Darm oder Fieber? Dann melde dich bei uns und verschiebe deinen Termin auf einen späteren Zeitpunkt. Ja, es ist ärgerlich, aber du tust damit weder dir noch uns einen Gefallen. Wir sind nicht wirklich große Fans davon, angesteckt zu werden und dein Körper braucht jetzt Ruhe um sich auszukurieren. Dein Tattoo kann warten. Die Gesundheit geht immer vor.

12 Stunden vor dem Termin

Versuche, in den nächsten Stunden möglichst auf jegliche Art von körperlichen und seelischen Stress zu verzichten. Gehe ausnahmsweise mal früh schlafen, überarbeite dich nicht und trinke jetzt keinen Alkohol mehr. Auch dieser wirkt blutverdünnend und das Kater-Thema hatten wir oben schon. Der Körper ist am widerstandsfähigsten wenn er ausgeruht und entspannt ist. Da du bei uns mitunter mehrere Stunden an Schmerz, Qual und „Warum tu ich mir das bloß an?!“-Gedanken aushalten musst, verinnerliche diesen Punkt bitte ganz besonders.

3 Stunden vor dem Termin

Deine Nervosität steigt langsam? Alles halb so wild, bei uns ist noch keiner gestorben… glauben wir zumindest. Mit diesen letzten Tips kann (fast) nichts mehr schief gehen:

Verzichte jetzt bitte auf Kaffee oder Energydrinks. Vielleicht kannst du es dir denken, richtig: Blutverdünnend.

Gönne deinem Körper noch eine letzte Dusche als „Reinhäuter“!
Empfehlenswert​: Peele die zu tätowierende Körperstelle mit einem Luffaschwamm oder einem Peelingtuch. Das entfernt abgestorbene Hautschüppchen und macht die Haut extra geschmeidig. Unsere Nadeln und Farben lieben das besonders!
Wichtig​: Rasiere bitte die zu tätowierende Körperstelle nicht, wenn du dich dort bisher noch nicht rasiert hast oder du schlecht rankommst. Wir übernehmen diesen Part vor dem tätowieren. Es kann nämlich passieren, dass du dich sonst schneidest, weil es eine ungewohnte Stelle zum Rasieren ist.

Es kommt hin und wieder vor, dass manche unserer Kunden während der Sitzung kurz ohnmächtig werden, ihnen schwindelig oder schlecht wird. Warum? Weil sie nichts gegessen und getrunken haben! Super uncool. Sei nicht so wie manche unserer Kunden. Sei cool, iss was und trink was! Auch wenn dir die Knie schlottern und du das Gefühl hast, vor lauter Angst keinen Bissen runterzukriegen. Dein Körper, dein Nervensystem und dein Kreislauf braucht Energie und das geht nur in Form von Nahrung. Frühstücke, iss Mittag oder hol dir zumindest etwas beim Bäcker um die Ecke

Empfehlenswert​: Ausnahmsweise darfst du dich heute mit den bösen zuckerhaltigen Softdrinks eindecken. Limonaden und Säfte enthalten (viel zu viel) Zucker, der deinen Kreislauf während des Tätowierens aufrecht erhält.

Allgemein gilt

Schwangere Frauen sollten mit dem tätowiert werden warten, bis sie entbunden und abgestillt haben. Tätowieren bedeutet Stress, die Entzündungswerte im Blut steigen und das Immunsystem wird durch die Wunde (die ein Tattoo nunmal ist) angegriffen. Alles unnötig und sogar schädlich für ungeborene bzw. zu stillende Babys!

Lass deine Kinder zu Hause und nimm bitte nicht deine 12 besten Freunde zum Termin mit. Es ist okay, wenn eine Begleitperson mitkommt, die im Wartebereich Platz nimmt während du tätowiert wirst. Das reicht aber auch. Wir müssen uns konzentrieren, um perfekte Kunst auf deiner Haut zu schaffen und das geht am Besten, wenn wir möglichst nicht alle paar Minuten gestört werden (was natürlich nicht heißt, dass du dich nicht ein bisschen mit uns unterhalten darfst!).

Wir nehmen uns an deinem Tattootermin Zeit für dich, tu du das bitte auch und nimm dir nach dem Termin nichts weiter vor. Es ist nicht von Vorteil, wenn wir eigentlich eine Tagessitzung brauchen, du aber um 17:30Uhr auf den Geburtstag deines Schwippschwagers musst oder früher los musst, weil du abends noch auf ein Konzert gehen willst. Wir arbeiten gewissenhaft und hetzen uns nicht. Man würde den Zeitdruck nämlich später in deinem Tattoo sehen, indem es teilweise unsauber aussehen wird, und das willst weder du noch wir.Alles abgehakt? Super! Dann kann es losgehen!

Dein Tätowierer hat sein Job getan; jetzt liegt es an dir, die Schönheit deiner neuen Tätowierung zu erhalten.

Hier sind ein paar essentielle Hinweise, die es einzuhalten gilt, damit dein Tattoo schnell und gut verheilt und du viele Jahre später noch Freude daran hast.

VORAB: Ein frisches Tattoo ist eine Wunde, vergleichbar mit einer Mischung aus Im-Solarium-eingeschlafen-Sonnenbrand und Den-Asphalt-geknutscht-Schürfwunde.

Es ist also völlig normal, dass:
● es brennt, ziept und weh tut, auch noch Stunden nach der Tattoo-Session.
● in den ersten Stunden bis Tagen Wundflüssigkeit, gemischt mit ein bisschen ausgestoßener Farbe, rausläuft.
● es ein paar Tage lang angeschwollen und warm ist.
● sich manchmal blaue Flecken um das Tattoo herum bilden, vor allem, wenn man anfällig für solche ist.
● sich nach ein paar Tagen Schorf bildet (wahlweise in schwarz, pink, blau oder regenbogenfarben), der nach und nach abfällt.

NORMALE PFLEGE-ROUTINE

Dein neues Tattoo haben wir mit Frischhaltefolie umwickelt, du kannst dich aber nicht mehr
daran erinnern, was du jetzt damit machen sollst? Welch ein Glück, dass du dieses
Pflege-Heftchen hast! Hier ist alles, was du wissen und einhalten musst, damit dein Tattoo
so gut wie möglich verheilt.

Waschen

Nimm pH-neutrale, parfümfreie Seifen oder Waschlotionen zum Säubern deines frischen
Tattoos. Bitte keine himmlisch duftenden Duschgele, da sind zu viele chemische Zusätze
drin, die der Wunde eher schaden als helfen. Sehe in der Heilungsphase auch von
Duschpeelings, Body Scrubs o.Ä. ab.
Ideale Produkte sind:
● EasyTattoo Waschlotion (erhältlich bei uns im Studio)
● SebaMed Pflegedusche pH 5.5
● hypoallergene Waschlotionen für Babys oder für sensible Haut
Nimm zum Abwaschen nur lauwarmes Wasser, deine Waschlotion und die Hände, keine
Waschlappen oder Schwämme. Diese würden den Wundschorf zu schnell ablösen, was zu
Narben und Farbverlusten im Tattoo führen kann.

Cremen

Seitdem Tattoos nicht mehr nur was für Kriminelle, Rockstars und
Gangmitglieder sind, gibt es unzählige Marken und
Drogerieketten, die Pflegecremes für Tattoos anbieten. Leider gibt
es dadurch auch viele Produkte, bei denen der
Geld-verdien-Faktor größer ist als die Qualität und deren
Inhaltsstoffe nicht vorteilhaft für die Heilung sind.

Hier sind zwei Cremes, die wir über einen langen Zeitraum getestet haben, für sehr gut
befinden und die du ruhigen Gewissens benutzen kannst.
● EasyTattoo Pflegecreme (erhältlich bei uns im Studio)
● Pegasus Tattoo Creme
Bitte benutze keine Vaseline, Bodylotion, Zinksalbe oder Fettcreme (Das gleiche gilt für
Schuhcreme, Butter oder WD40. Spaß beiseite, bitte wirklich nicht benutzen!!). Creme das
Tattoo dünn aber dafür oft ein.

Merken!

Innerhalb der ersten 4-6 Wochen nach dem Tätowieren gilt:
● nicht in die Badewanne legen oder zu lange duschen. Das Tattoo darf nicht
einweichen!
● das Tattoo nicht der Sonne bzw. UV-Licht (Solarium) aussetzen. Ein Thailand-Urlaub
ist kurz nach dem Stechen mehr als unangebracht!
● nicht im Meer, See, chlorhaltigem Wasser oder Thermalbad schwimmen gehen!
● nicht stark schwitzen, zumindest nicht an der tätowierten Stelle (Sauna = tabu!)
● Sport: die Haut darf nicht zu sehr gedehnt, bewegt und gestreckt werden bzw.
Reibung ausgesetzt sein. Bitte die nächsten Wochen möglichst auf Sport verzichten
oder aufs Mindeste reduzieren.
● versuche, dich nicht am Tattoo zu stoßen, zu stechen, zu schneiden und mach deiner
Katze klar, ihre scharfen Krallen nicht auf dem Tattoo zu testen, falls du eine hast.
● Bei Berufen, in denen das frische Tattoo mit Schmutz, Staub, Chemikalien oder
Lebensmitteln in Berührung kommen kann, ist Vorsicht geboten. Decke die
Hautstelle ausreichend ab, um Probleme bei der Heilung zu vermeiden.

Wie genau musst du jetzt dein Tattoo über die nächsten Wochen pflegen?
Wenn du diese Schritte verinnerlichst und befolgst, kann nichts schiefgehen.

SCHRITT 1 / TAG 1

Lass die Frischhaltefolie, die wir dir auf das Tattoo gemacht haben, für die nächsten 24
Stunden drauf. Wenn sie sich schon früher ablöst, entferne die Folie, wasch das Tattoo
einmal vorsichtig mit lauwarmen Wasser und deiner Waschlotion ab und tupfe die Haut mit
einem sauberen, nicht fusselnden Handtuch oder mit Küchenrolle ab. Lass die Haut ca. 10
Minuten trocknen, danach cremst du eine dünne Schicht deiner Pflegecreme drauf.
Anschließend wickelst du das Tattoo wieder mit neuer Frischhaltefolie ein und klebst sie bei
Bedarf mit Kreppband oder Leukoplast fest, sodass alles an Ort und Stelle bleibt und die
Folie nicht verrutscht.

SCHRITT 2 / TAG 2-3

Nach maximal 24 Stunden entfernst du die Frischhaltefolie. In den letzten Stunden hat sich sicher einiges an Wundflüssigkeit und ausgestoßener Farbe unter der Folie gebildet, was völlig norma ist. Diese farbige, eklige Suppe wäschst du nun gründlich aber vorsichtig mithilfe der Waschlotion und lauwarmen Wasser ab. Es empfiehlt sich, währenddessen oft „Bäh, ist das widerlich!“ zu sagen.

Tupfe die Haut nach dem Abwaschen mit einem sauberen, nicht fusselnden Handtuch oder mit Küchenrolle ab. Lass die Haut ein paar Minuten trocknen, danach schnappst du dir deine Pflegecreme und trägst eine dünne Schicht davon aufs Tattoo
auf. Es ist normal, dass das Eincremen die ersten paar Male noch brennt und etwas schmerzt.

Creme dein Tattoo ab sofort etwa alle 6 Stunden dünn ein. Es ist vorteilhaft, vor jedem neuen eincremen die alten remerückstände vom Tattoo abzuwaschen, damit der Wirkstoff der Creme besser ans Tattoo und in die Haut gelangt. Wenn das nicht möglich ist (weil du z.B. gerade auf Arbeit bist), ist das nicht so schlimm, wasche es aber wenigstens morgens
und abends einmal gründlich mit deiner Waschlotion ab.

WICHTIG​ : Innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem Stechen kann es passieren, dass das Tattoo hin und wieder ein bisschen nässt. Es ist sehr wichtig, dass das Wundwasser nicht antrocknet oder die Kleidung/ das Bettlaken sogar daran festklebt. Wenn es die ganze Zeit durch nässt und nicht aufhören will, wickel für die nächsten zwei Tage durchgehend
Frischhaltefolie drum (s. Schritt 1) und wechsel sie alle 12 Stunden (Folie ab, abwaschen, Creme drauf, neu einwickeln).

ACHTUNG: Hat sich auf deinem Tattoo bereits ein dünner Schorf gebildet, darf auf keinen Fall mehr Folie mehr drauf, da der Schorf sonst unter der Folie aufweicht und zu früh abgeht -> Vernarbungsgefahr!

SCHRITT 3 / TAG 3-5

Dein Tattoo sollte nun nicht mehr gerötet und geschwollen sein. Auch das Nässen sollte sich gelegt haben. Je nach Hauttyp bildet sich jetzt langsam der Schorf, der durch das wiederholte vorsichtige Abwaschen und Eincremen dünn gehalten wird.

Je dicker der Schorf, desto mehr Farbe geht raus und desto länger dauert der Heilungsprozess! Uncool!

Creme das Tattoo weiterhin 4 mal täglich mit deiner Creme ein und wasche es regelmäßig mit lauwarmen Wasser und der Waschlotion ab.
Jede Haut ist unterschiedlich, bei manchen heilt es sehr schnell, bei anderen dauert es etwas länger. Je weiter die Stelle von der Körpermitte entfernt ist (zB der Knöchel), desto länger dauert die Heilung auch im Allgemeinen.

SCHRITT 4 / TAG 6-10

Nun kommt die nervigste Phase des Heilungsprozesses: Der Schorf löst sich und fällt nach und nach ab, das verursacht
plagendes Jucken und das dringende Bedürfnis, die ganze Zeit am Tattoo zu kratzen.

STOP: Niemals kratzen! Niemals den Schorf abziehen!

Manche von uns sind übersäht mit kleinen Narben, weil sie jede noch so kleine Wunde wochenlang wieder aufkratzen, um zu schauen, ob vielleicht dieses Mal irgendwas anderes außer offene Haut unter dem Schorf zu finden ist. BITTE sei stark, halte durch und kratze nicht den Schorf vom Tattoo. Du ziehst dir sonst unnötig viel Farbe aus dem Tattoo, es wird fleckig, vernarbt oder entzündet sich im schlimmsten Fall. Somit war unsere Arbeit und dein Geld für die Katz.
Creme das Tattoo weiterhin 3-4 mal täglich ein, es ist jetzt normal, dass sich nach und nach Schorfpartikel vom Tattoo ablösen, ganz besonders beim Abwaschen und eincremen. Es ist nur wichtig, dass das alles von selbst passiert, ohne die Hilfe deiner Fingernägel.

SCHRITT 5 / TAG 11-20

Der größte Teil der Heilungsphase ist nun vorbei. Je nach Hauttyp und Hautstelle ist der Schorf bereits komplett ab. Das heißt allerdings nicht, dass das Tattoo schon vollständig verheilt ist, das dauert nämlich ca 6-8 Wochen!

Solange noch Schorf auf dem Tattoo ist, creme es 3 mal täglich dünn ein und wasche es morgens und abends mit der Waschlotion ab. Ab ca. drei Wochen nach dem Stechen reicht es, es für ungefähr weitere zwei bis drei Wochen zweimal täglich einzucremen.

Nach ca. 8 Wochen solltest du zur Nachkontrolle zu uns ins Studio kommen, damit wir sehen können, ob wir dein Tattoo nachstechen müssen. Wenn du einen langen Anreiseweg hast, schick uns bitte eine gute Nahaufnahme deines abgeheilten Tattoos per Facebook, Instagram oder Email. Auch bei akribischer Pflege kann es passieren, dass hier und da ein bisschen Farbe rausgeht und wir ein paar Stellen nachstechen; das ist für dich kostenlos.

ACHTUNG: Ist das Tattoo aufgrund mangelnder Nachsorge sehr fleckig oder sogar vernarbt und müssen wir viel nacharbeiten, wird der Termin kostenpflichtig! Und ja, wir sehen es, wenn du dich nicht gut genug drum gekümmert hast.

Möchtest du noch eine Rose mehr tätowiert haben, ein paar Linien mehr oder soll das Tattoo nun doch farbig werden, zählt das übrigens NICHT als Nachstechen und ist NICHT gratis!

PFLEGE MIT DERMALIZE PRO KLEBEFOLIE

DERMALIZE PRO ist ein dünner, transparenter und atmungsaktiver Folienwundverband, der im medizinischen Bereich zur Behandlung von Brandverletzungen eingesetzt und geschätzt wird. Bei frischen Tattoos ist diese Folie ebenfalls super und hat einige Vorteile gegenüber den herkömmlichen Pflegemethoden, deshalb verwenden sie mehr und mehr Tätowierer.

Auf dein frisches Tattoo wurde DERMALIZE PRO geklebt, du hast aber vergessen, was wir dir darüber erzählt haben? Halb so wild, die wichtigsten Punkte sind hier für dich aufgelistet.
● Lass die Folie so lange drauf, bis sich die Ränder bis zum Tattoo hin von selbst ablösen (aber nicht länger als 5 Tage).
● Es bildet sich Wundflüssigkeit in der Folie, mit deren Hilfe sich die Haut selbst heilt.
WICHTIG​: Kein Loch hineinpieksen, nicht die Flüssigkeit rausdrücken! Andernfalls gelangen Bakterien unter die Folie und schmeißen auf deinem frischen Tattoo die Party ihres Lebens, und Bakterien-Parties enden selten gut, Stichwort Triple-E:
Entzündung, Eiter, Eeeeew!
● Solange die Folie auf deiner Haut ist, kannst du das Tattoo ignorieren. Du kannst mit der Folie duschen gehen (maximal 10min), enge Kleidung tragen, drüber fassen, drauf schlafen, ganz egal. Das Tattoo ist unter der Folie gut gegen äußere Einflüsse wie Reibung, Schmutz und Keime geschützt.

TROTZDEM GILT! ​Bitte NICHT:
● schwimmen gehen
● zu stark schwitzen
● in die Badewanne legen
● in die Sonne oder ins Solarium
● stark beanspruchen (dehnen, strecken, beugen, bewegen, kratzen, drücken)

Nach maximal 5 Tagen entfernst du die Folie. Das geht am besten unter der Dusche. Ziehe die Folie vorsichtig Stück für Stück ab und lass zwischendurch etwas Wasser hineinlaufen. Das Ganze kann etwas ziepen. Und keine Sorge, es sieht nur so aus, als würdest du die ganze Farbe mit abziehen, deinem Tattoo geht’s gut.
Klebereste kannst du mit lauwarmen Wasser und kreisenden Handbewegungen vorsichtig ablösen.
Trockne das Tattoo mit einem sauberen, nicht fusselndem Handtuch oder mit Küchenrolle ab und lasse es ca. 10 Minuten an der Luft trocknen.
Ab sofort befolgst du das herkömmliche Tattoo-Pflege-Programm, lese dir dazu hier im Heft bitte den Abschnitt​ „​NORMALE PFLEGE-ROUTINE​“​ durch und beginne bei ​SCHRITT 2​.

Welche Vorteile hat diese Folie für‘s Tattoo?
● Je länger die Folie draufbleibt, desto schneller heilt es ab und desto weniger Schorf bildet sich.
● Dank der Folie bleibt das Wundwasser da, wo es sein soll und versaut nicht die Kleidung oder das Bettlaken.
● In den ersten Tagen braucht man das frische Tattoo nicht weiter beachten.
● Die Folie schützt das Tattoo in der empfindlichsten Heilungsphase vor äußeren Störfaktoren wie Schmutz, Keimen oder Reibung.

Ziemlich cool! Wir verwenden DERMALIZE PRO deshalb gerne für kleinere bzw. nicht stark nässende Tattoos, deren glückliche
Träger keine bekannten Allergien auf Pflasterklebstoff o.Ä. haben.

ACHTUNG​: ​Diese Folie enthält Klebstoff, der unter Umständen allergische Reaktionen hervorrufen kann​.
Sollte sich die Haut um die Folie drumherum röten, anfangen zu jucken oder sich Ausschlag bilden, entferne die Folie umgehend und pflege dein Tattoo ganz normal laut der Anleitung ​„​Normale Pflege-Routine​“​!